Nördlich der Höhenzüge des Flämings schließt sich die Zauche an. Bei der Zauche handelt es sich um eine eiszeitlich geprägte Hochfläche. Sie wird im Nordwesten von der Havel, im Osten von der Nuthe-Nieplitz-Niederung und im Süden vom Baruther Urstromtal eingerahmt. Ganz typisch für die Zauche sind die Findlinge, welche mit den Eismassen antransportiert und beim Abschmelzen des Eises abgelagert wurden. Auf einer Wandertour kann man den ein oder anderen dieser steinernen Riesen von Nahem begutachten. Dem Eis vorgelagert entstand ein sogenannter Sander, welcher der Region rund um Beelitz die optimalen Bodenverhältnisse für den Anbau des Spargels verschafft. Zwischen April und Juni eines jeden Jahres kann man das weiße Stangengold hier an zahlreichen Verkaufsständen am Feldrand und in den Hofläden erwerben oder in vielen Hofrestaurants direkt vor Ort verkosten.
Die Zauche
Von Findlingen und sandigen Ebenen
Städteporträt Möckern - Heimchensteine,
Foto: (c) keine Weitergabe Laura Schneider, HerzanHirn / Tourismusverband Fläming e.V./HerzanHirn
Alter Kornspeicher in Kloster Lehnin,
Foto: (c) keine Weitergabe Jedrzej Marzecki / Tourismusverband Fläming e.V./Jedrzej Marzecki
Spargelköpfe auf Beelitzer Feld,
Foto: Tourismusverband Fläming e.V./Alexandra Stein
Die Geschichte der Zauche
Historisch gesehen spielte die Zauche eine sehr wichtige Rolle bei der Gründung der Mark Brandenburg. Der Fürst des in der Gegend ansässigen Slawenstammes der Heveller, selbst zum Christentum übergetreten, überreichte die Zauche an Albrecht den Bären als Taufgeschenk für seinen erstgeborenen Sohn Otto I. Mit dem Havelland, der Gegend um Havelberg, den westlichen Teilen der Prignitz und einem Teil des Teltow bildete die Zauche somit im 12. Jahrhundert den Ursprung der Mark Brandenburg.
Hauptort der Zauche ist Kloster Lehnin, welches im Jahr 1180 von Otto I. als erstes märkisches Zisterzienserkloster gegründet wurde. Gemeinsam mit der Zuwanderung christlicher Siedler unterstützten die Mönche des Klosters die Christianisierung des gesamten Landstriches und trugen so zu einem wesentlichen Teil zur Grenzsicherung der Region bei.
In der gesamten Reiseregion zeugen viele Feldsteinkirchen von den Ursprüngen der Besiedelung ab dem 12 Jahrhundert. Das Baumaterial lieferte die eiszeitliche geprägte Landschaft. Bei der Gewinnung von Ackerland waren die großen Steine im Weg. Sie wurden daher an den Bauplatz für die Kirche gefahren und dort vor Ort behauen und dienten als Baumaterial für die Gotteshäuser der Region.
Natur erleben im Naturpark Nuthe-Nieplitz
Direkt angrenzend an die Zauche erstreckt sich der Naturpark Nuthe-Nieplitz mit einer Fläche von über 330 Quadratkilometern. Das Herzstück des Naturparks bildet die Nuthe-Nieplitz-Niederung, die genau wie die höher gelegene Zauche und der Teltow ein Ergebnis der Eiszeit ist. Die abschmelzenden Gletscher formten ein Zwischenurstromtal, das heute die Niederung bildet und besonders durch seinen Vogelreichtum beeindruckt.