• Pflaumenbaum an der Kirche Wiesenburg,
        
    

        Foto: Tourismusverband Fläming e.V./Susan Gutperl Pflaumenbaum an der Kirche Wiesenburg, Foto: Tourismusverband Fläming e.V./Susan Gutperl
    Vom Pflaumenbaum in den Mustopf

Vom Baum in den Mustopf Ein Rezept für Pflaumenmus alter Art

Beim Pflaumenmus scheiden sich die Geister. Die einen lieben seinen würzigen Geschmack und die besondere Farbe und Konsistenz. Für die anderen ist es nichts, weil kein richtiges Marmeladengefühl aufkommen will. Und auch über die Zubereitung lässt sich bestens streiten. Gehört nun Zucker rein und wenn ja wie viel? Rühren oder nicht rühren? Wie viele Stunden muss das Mus kochen bis es die perfekte Konsistenz hat? Das Ehepaar Jankowiak war Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts im gesamten Fläming unterwegs und hat viele kleine Geschichten über die Menschen und Traditionen der Region in einem Buch festgehalten. In “Im Fläming” findet sich auch eine spannende Beschreibung, wie ganz früher Pflaumenmus hergestellt wurde.

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Der schüttelt die Pflaumen...

Damit wirklich nur die reifen, sehr süßen Pflaumen zur Verarbeitung kamen, durften sie nicht gepflückt werden, sondern mussten vom Baum geschüttelt werden. Dafür legte man zunächst Tücher und Decken unter den Baum und dann ging es los, ganz so wie es auch das alte Fingerspiel sagt: „Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen…“

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Im großen Kessel

Die entsteinten Früchte wurden in einen großen Waschkessel gegeben. Hier konnten noch Zimt oder Nelken dazugegeben werden oder ein paar Walnüsse in ihrer grünen Schale, um das Mus noch dunkler und würziger zu machen. Zucker kam nicht dazu, denn der war für Selbstversorger auf dem Land ein teures Gut und wurde nur sparsam eingesetzt.

Jetzt kommt der Punkt, an dem Berichte zum Muskochen durchaus abweichen. Die Jankowiaks berichten, dass sobald das Feuer unter dem Kessel angeheizt wurde, sofort losgerührt werden musste, damit die Masse nicht ansetzt. In den großen Kesseln sollen sogar faustgroße Feldsteine den Rührvorgang unterstützt haben. Andere Rezepte wiederum schwören darauf, in den ersten Stunden bloß nichts anzufassen. In jedem Falle dauert es mehrere Stunden, bis das Mus die richtige Konsistenz erreicht. Es muss so fest sein, dass es nicht mehr vom Löffel kleckert. Dann kommt es vom Feuer oder heute von der Herdplatte und wird in Töpfe abgefüllt.

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Fläming Bücher Fläming Bücher, Foto: Tourismusverband Fläming e.V./Susan Gutperl

In der Vorratskammer

Wir benutzen zum Haltbarmachen Schraub- oder Weckgläser. Früher kam das Mus in Tontöpfe. Die Töpfe wanderten dann noch einmal in den warmen Backofen, so lange bis sich an der Oberfläche eine feste Schicht, die Rinde, gebildet hatte. Diese sorgte dafür, dass das Mus haltbar war und nicht schimmelte. Die Tontöpfe wurden dann nur noch mit Papier abgedeckt und zugebunden und hielten sich in der Vorratskammer viele Monate. Andere alte Kochbücher vermerken, dass das Mus mit flüssigem Hammelfett oder Schweinschmalz abgedeckt wurde, um die Haltbarkeit zu erreichen.

Wer also demnächst an einem schönen Pflaumenbaum vorbeikommt, der denkt dran: Für richtig gutes Pflaumenmus muss man die Früchte vom Baum schütteln. Und wer sich auf eine kleine Zeitreise durch den Fläming begeben möchte, der bekommt den Reisebericht der Jankowiaks noch im antiquarischen Buchhandel: Im Fläming, Christa und Johannes Jankowiak, Leipzig F. A. Brockhaus Verlag, 1988

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