Wer einmal mit dem E-Bike übers Land gefahren ist, der weiß, dass diese Art der Fortbewegung einen riesigen Nachteil mit sich bringt: Man möchte danach nicht mehr umsteigen auf‘s normale (und plötzlich seltsam schwergängige) Fahrrad. Sie sind in Bewegung – denn das Fahrrad nimmt Ihnen ja das Treten nicht ab – und bewältigen jede Entfernung, jede Anhöhe im Rahmen Ihrer Kräfte. Besser geht‘s nicht. Und damit dieses Hochgefühl im schönsten Rahmen stattfindet, haben wir eine Tour für Sie zusammengestellt, auf der Sie auch abseits der Radwege auf Ihre Kosten kommen – das alles inmitten des Naturparks Nuthe-Nieplitz, der sich seit ein paar Jahren der E-Mobilität verschrieben und Stromtankstellen in großer Zahl installiert hat.
Mit dem E-Bike durch den Naturpark Nuthe-Nieplitz
Tag 1 – Von Beelitz-Heilstätten nach Stücken
Sie starten in Beelitz-Heilstätten – die Räder können im Zug mit anreisen – und fangen dort gleich mit dem ersten Tagesordnungspunkt „Entspannung“ an. Hier in Beelitz-Heilstätten können Sie sich vom Baumkronenpfad, hoch über den Wipfeln, schonmal die erste Teilstrecke ansehen, die vor Ihnen liegt. Im benachbarten Barfußpark dürfen sich Ihre Füße freuen: Drei Kilometer Wegstrecke führen über verschiedenste Untergründe von herrlich weich bis echt herausfordernd (die Bucheckern!) – kurz: der perfekte Start in den Radeltag. Auf der Spargelstraße geht es weiter über Zauchwitz nach Stücken. Im Fliederhof können Sie die Füße hochlegen, wunderschön übernachten und sich per köstlichstem Essen aus natürlich-brandenburgischer Küche auf die nächste Etappe vorbereiten.
Tag 2 - Von Stücken über Blankensee bis Schönhagen
Von Stücken geht‘s weiter in Richtung Blankensee. Der Ort Blankensee ist vermutlich genau das, was Städtern den Glanz in die Augen treibt, wenn sie darüber fantasieren, der Großstadt den Rücken zu kehren. Vom kleinen Flüsschen Nieplitz durchflossen und mitten im Naturpark gelegen, ist Blankensee einer der schönsten Orte des Flämings. Das wissen nicht nur seine Bewohner, sondern auch die Auslober diverser Wettbewerbe, in denen es um die Prämierung schönster Dörfer mit bester Infrastruktur und festem Willen zur Erneuerung geht. Schon dreimal hat Blankensee einen der ersten Plätze belegt. Die Blankenseer ruhen sich auf diesen Lorbeeren nicht aus: Hier werden Traditionen gepflegt und lebendig gehalten – sei es im Bauernmuseum, das das bäuerliche Leben des 18. Jahrhunderts in einer liebevoll gestalteten Ausstellung präsentiert, oder seien es dörfliche Bräuche wie das Klemmkuchenbacken oder das Schnitzen von Quirlen aus ausgedienten Weihnachtsbäumen. Von Blankensee schicken wir Sie weiter ins NaturParkZentrum – das ist insbesondere dann ein Erlebnis, wenn Sie als Familie mit Kindern unterwegs sind. Den ehemaligen Truppenübungsplatz beweiden heute zahlreiche Wildtiere. Wird den Tieren die „Augenhöhe” mit den Besuchern zu viel, ziehen sie sich in Ruhezonen zurück, die nur den Tieren vorbehalten sind. Wenn Sie jetzt auf etwas mehr Action umstellen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Besuch des Flugplatzes Schönhagen. Wenn der aktuelle Flugbetrieb es erlaubt, wird auch mal ein Besuch auf dem Tower ermöglicht. Und wer noch höher hinaus will, kann auf Heißluftballon oder Hubschrauber umsteigen. Auch eine Übernachtung ist möglich: im Gästehaus Aviators Lodge Schönhagen direkt am Flugplatz.
Tag 3 - Von Schönhagen bis Trebbin
Von Schönhagen geht es jetzt weiter nach Trebbin. Wir empfehlen Ihnen einen Stadtrundgang, auf dem Sie nicht nur eine wunderschöne kleine Stadt kennenlernen, sondern auch mit Anekdoten aus dem bewegten Leben des Trebbiners Hans Clauert erheitert werden. Clauert war wegen seines unerhörten Witzes als „märkischer Eulenspiegel“ bekannt. Zweimal im Jahr – nämlich am jeweils ersten Sonntag im Mai und November – wird in der ganzen Nuthe-Nieplitz-Region übrigens der Tag der Offenen Höfe ausgerufen: Ob Biohof oder Backschwein-Tenne, ob Seifenmanufaktur oder Sanddorn-Garten – alles, was hier regional (und ökologisch) angebaut, erzeugt und hergestellt wird, kann an diesen Tagen bestaunt, besichtigt und natürlich erworben werden. Also: Satteltaschen füllen und beglückt nach Hause.