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Ziele

14. Etappe "66-Seen-Wanderweg": Das Schenkenländchen

Beschreibung:
Halbe, Wünsdorf, Schenkenländchen – zwei historisch bedeutsame Orte und eine liebreizende Landschaft bestimmen diese Etappe. Bei dieser Etappe überwinden Sie 126 m Steigung und 129 m Gefälle, die sich auf einer maximalen Höhe von 80 m ü. N. N. und einer minimalen Höhe von 34 m ü. N. N. befinden.

Länge: 14. Etappe "66-Seen-Wanderweg": Das Schenkenländchen (30,0 km, 7,5 Stunden reine Gehzeit)

Start/Ziel: Halbe - Wünsdorf. Ausgangspunkt der Etappe ist der Bahnhof in Halbe, von wo aus Sie der Lindenstraße in westlicher Richtung bis zum Waldrand folgen. Ziel der Etappe ist der Bahnhof in Wünsdorf. 

Markierung: Blauer vollflächiger Kreis auf weißem Spiegel

An- und Abreise:
  • Halbe: Regionalbahn RB 24 Eberswalde -  Berlin-Gesundbrunnen - Halbe - Lübbenau - Senftenberg
  • Teupitz: RVS Buslinie 726 und 727
  • Wünsdorf: Bahn Regionalexpress RE 7 Berlin-Hauptbahnhof - Wünsdorf-Waldstadt, Regionale Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming Buslinie 618
Wegbeschreibung / Sehens- und Wissenswertes: 
Das Schenkenländchen ist ein kleines Gebiet in der Nähe des Teupitzer Sees. Die Geschichte des reizvoll auf und an einer Halbinsel gelegenen Ortes Teupitz selbst reicht weit vor das Mittelalter zurück. Eingebettet ist er in eine so wundervolle Landschaft, dass der Weg, um sie genießen zu können, nicht der kürzest möglichen Route folgt. Insbesondere die Strecke entlang des Tornower Sees bis zur Mittelmühle sollte man keinesfalls versäumen und sich auch noch Zeit für die Umrundung des kleinen Briesesees nehmen. Auf einer früheren Insel, jetzt eine Halbinsel, entstand eine Burg, die später zu einem Schloss umgebaut wurde und sich nach einigen unterschiedlichen Verwendungszwecken jetzt in einer Art Dornröschenschlaf befindet. Davor entstand die Stadt, die jetzige Altstadt. Das ganze Ensemble ist in seiner Gesamtstruktur und der idyllischen Lage am See sehenswert und ein unverfälschter typischer Ort in der Mark Brandenburg. 
Halbe am Anfang der Etappe steht für die Grausamkeit des Krieges. Am Ende des Zweiten Weltkrieges fand in der Nähe eine der letzten großen Kesselschlachten statt, der Zehntausende zum Opfer fielen. Der große Waldfriedhof in Halbe ist als zentrale Gedenkstätte gestaltet. Die Folgen dieser jüngeren Vergangenheit begegnen uns auch an anderen Stellen, weil wir im späteren Teil der Etappe ab Egsdorf am sicheren Rande außerhalb eines zur höchsten Gefährdungsstufe zählenden, mit deutlichen roten Warnhinweisen versehenen Gebietes wandern, in dem noch immer scharfe Munition in unbekannter Menge im Boden verborgen ist. Man muss sich jedoch keine Sorgen machen, denn Wege und unsichere Gebiete sind sehr gut ausgeschildert. Wir können uns auf dieser Etappe auch an einer abwechslungsreichen Landschaft erfreuen, die an Liebreiz seit Fontanes Zeiten nichts verloren hat. Wasser, Wald und Weite gibt es immer wieder in neuen Facetten zu erleben.

Diese Etappe führt zu 35% über naturbelassene Waldwege, außerhalb des Waldes gibt es aber auch einen großen Anteil von Pflasterwegen. 30 % der Strecke sind teilbefestigt und 35% weisen harten Belag auf. Die Strecke ist größtenteils ruhig gelegen.

Karte/Literatur:
  • Reschke, Manfred: "Die 66-Seen-Wanderung. Zu den Naturschönheiten rund um Berlin", Trescher Verlag; Auflage 8, aktual. A. (2017), ISBN 978-3-89794-369-8 (www.trescher-verlag.de/reisefuehrer/deutschland/66-seen-wanderung.html)
  • Wander- und Radwanderkarte Niederer Fläming, Luckenwalde, Jüterbog mit FLAEMING-SKATE® und FlämingWalk®, ISBN: 978-3-89591-136-1, Maßstab 1:50.000, Dr. Barthel Verlag, 5,90 €

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