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Wiesenburg Schlosspark im Herbst, Foto: Naturpark Hoher Fläming
Wiesenburg Schlosspark im Herbst, Foto: Naturpark Hoher Fläming
Töpfercafe Schmerwitz, Foto: SCARABÄUS Hoher Fläming e. V.
Wiesenburg im Herbst, Foto: J. Marzecki

Hätte Schlossherr Curt Friedrich Ernst von Watzdorf sich vor 150 Jahren nicht auf Reisen begeben, wäre Wiesenburg heute vermutlich um eine seiner größten Attraktionen ärmer: Von den Gärten Englands beeindruckt, die in Gestalt großer Parks mit grandiosen Sichtachsen angelegt waren, widmete er sich fortan der Gestaltung seines Landschaftsparks, der heute als wichtigstes Gartendenkmal zwischen Potsdam und Dessau gilt. Wiesenburg scheint zu allen Zeiten ein gutes Pflaster für die Musen gewesen zu sein – und so ist es heute noch: Der Wille, aus dem Vorgefundenen das Beste hervorzuzaubern, scheint bei den Wiesenburgern ungebrochen. Dafür gab's 2012 sogar den Europäischen Dorferneuerungspreis. Aus einer alten Schule wird ein Ausstellungsort und kultureller Treffpunkt; der ehemalige Kutscherstall wird zur (inzwischen mehrfach ausgezeichneten) Schlossschänke und richtet mittlerweile auch Hochzeiten aus; ein altes, urgemütliches Fachwerkhaus wird kurzerhand „Landei“ getauft und beherbergt heute eine zauberhafte Pension samt kleinem Café; und im Kirchgarten von Schmerwitz hat sich das Café der Töpferei angesiedelt – die übrigens ihre Anfänge in einer stillgelegten Hühnerfarm nahm. Mitten im Ortskern, gleich an den Schlosspark angrenzend, hat sich die Crew von Mal's Scheune ganz der modernen Musik verschrieben und zum Ziel gesetzt, eines der besten Aufnahmestudios der Region zu werden. Vielleicht haben Sie das Glück und die Gelegenheit, eines der Konzerte in der alten Scheune zu besuchen, die angesetzt werden, wenn eine Band eine Live-Aufnahme einspielen will – und deren Ruf die Ortsgrenze längst überschritten hat. Profis buchen sich für Symposien oder Band-Holidays ein, bei denen man ungestört proben und sich auch einmal auf Video beobachten kann. Einen Vorgeschmack finden Sie hier


Wiesenburg ist aber nicht nur die Heimat von Kunst und Kreativität, sondern auch Start- oder Zielort des internationalen Kunstwanderwegs. Über den gelangen Sie zum Beispiel nach Schmerwitz, wo Töpferei und Café auf Sie warten. Sie können sich nur schweren Herzens auf den Heimweg machen? Versorgen Sie sich vorher im Biogarten des Töpfercafés noch mit Blumen und frischem Gemüse. Wer Wiesenburg und seine 16 Dörfer wirklich entdecken will, der sollte ruhig mindestens eine Übernachtung einplanen. Neben dem Landei gibt es vielerlei Möglichkeiten, nach geruhsamer Nacht und ausgiebigem Frühstück in den Tag zu starten – sei es das Bed & Breakfast „Spek en Ei“ oder eines der vielen Gästezimmer, die hier in Pensionen, Cottages oder auch Privathäusern für glückliche Gäste sorgen.

 

Weitere Informationen und noch mehr Tipps rund um Wiesenburg finden Sie in unserem Reiseplaner auf den Seiten 44 - 47: Klicken Sie hier und planen Sie Ihren nächsten Ausflug in den Fläming.