Jüterbog - was für ein Name? Der Überlieferung nach einigten sich die Bewohner darauf, ihre Stadt nach dem ersten Besucher zu nennen, der zum Stadttor hinein käme. Das war Jutte mit ihrem Ziegenbock. Im Stadtwappen ist er verewigt. Man wusste demnach von Beginn an Besucher zu schätzen. An der Fernstraße Berlin-Wittenberg gelegen, wuchs Jüterbog zur blühenden Handels- und Handwerkerstadt heran. Das prächtige Rathaus zeigt noch heute: Die Stadtkasse war prall gefüllt. Schauplatz Reformation: "Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele vom Fegefeuer in den Himmel springt", versprach Ablassprediger Tetzel. Luther kanzelte ihn dafür öffentlich ab: "Teuflischer Unfug". Der geschäftstüchtige Pater ließ daraufhin auf dem Marktplatz einen Scheiterhaufen errichten und die Gegenthesen des Reformators verbrennen. Jüterbog begrüßt sie mit drei trutzigen Stadttoren, zwei davon Doppelanlagen. Zusammen mit Stadtmauer, fünf Wehrtürmen und Wiekhäusern ein eindrucksvolles Ensemble. Der mittelalterliche Verlauf der Verteidigungsanlagen ist noch gut zu erkennen. Jüterbog von Süden aus: noch immer fast ungestört. Über allem die ungleichen Türme der Nikolai - Kirche. Auch aus der Ferne spürt man noch die einstige Kraft dieser Stadt.
Ausführliche Informationen finden Sie unter
www.jueterbog.de